Das Farb_Design_Glossar

Man muss nicht alles wissen, nur wissen, wo man sich informiert (: Hier gibt es gezielte Erklärungen für einen farbenfrohen und designaffinen Wortschatz. Hilf mit, dass das Farbdesignglossar stetig bunter wird und gib gerne Bescheid, wo es Grauzonen gibt!

 

achromatisch

(griech. farblos, unfarbig) Als achromatisch werden die Farben Weiß, alle Grauschattierungen und Schwarz bezeichnet. Ihnen gemeinsam ist der fehlende Buntanteil.

additive Farbmischung

Mischung von Lichtfarben. Primärfarben der additiven Farbmischung sind Rot, Grün und Blau. Die Überlagerung aller drei Grundfarben ergibt weißes Licht. Rotes und grünes Licht ergibt zusammen Gelb. Grünes und blaues ergibt Cyan. Blaues und rotes Magenta. Newtons Farbtheorien basierten auf den Prinzipien der additiven Farbmischung. Monitore und Fernseher nutzen die additive Farbmischung.

Akzentfarbe

Farben, die in kleinen Dosen eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und ein Farbkonzept zu beleben, ohne es zu überladen.

All-Over-Look

Gestaltung, die auf alle Elemente übertragen wird.

analoge Farben

Als analog oder verwandt werden Farben bezeichnet, die im Farbkreis nebeneinander liegen.

analoges Farbkonzept/Farbschema

Analoge Farbkonzepte oder Farbschemata basieren meist auf zwei bis vier im Farbkreis neben einander liegender Farben.

Ausgewogenheit

Die vom Betrachter als harmonisch bewertete Wirkung einer Gestaltung. Sie kann auch asymmetrisch sein.

Ästhetik, ästhetisch

Als ästhetisch werden landläufig schöne, wohlgeformte Dinge verstanden, die dem Betrachter gefallen. Die ursprüngliche Bedeutung des altgriechischen Wortes aísthesis verweist jedoch lediglich auf die Wahrnehmung, die Empfindung und wertet nicht.

Atmosphäre

Im Sinne der Ästhetik (altgriechisch aísthesis = Wahrnehmung, Empfindung) ist Atmosphäre ein Sammelbegriff für eine gewisse Stimmung. Die Atmosphäre eines Raumes wird maßgeblich durch das Zusammenspiel dessen Farben, seine Proportionen, die Einrichtung und Licht bestimmt. Aber auch der Klang, der Geruch oder Duft (das ist schon beim Lesen ein merklicher Unterschied oder?) und die Umgebung beeinflussen das Raumempfinden. Die Atmosphäre eines Raumes kann häufig schwer in Worte gefasst werden. Sie kann nicht gemessen werden und ist doch spürbar, wenngleich dieses Empfinden bei unterschiedlichen Menschen sehr subjektiv bewertet wird.

 

Beauty

Der ganze Schönheitsmarkt wird auch im Deutschen mittlerweile als Beauty-Sektor bezeichnet.

Blickfang

Ein Element, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Buntanteil

Der Buntanteil, synonym mit Chroma, Farbgehalt, beschreibt wie viel Farbanteil in einer Farbe ist. Im äußersten Bereich der gängigen Farbkörper liegen die reinen Farben, auch Vollfarben genannt (Farben ohne Beimischung von Schwarz und Weiß mit höchstmöglichen Buntanteil). Je näher die Farbe an der Mittelachse liegt, desto mehr vergraut wirkt sie.

Buntton

Der Buntton (engl. Hue [ˈhju]) beschreibt den ureigenen Grundcharakter einer Farbe (zB Rot, Gelborange, Blau,…). In manchen Farbordnungssystemen wird er in Grad angegeben (als Anlehnung an den Farbkreis), in anderen beispielsweise als Prozentwert zwischen Rot, Gelb, Grün und Blau.

 

Chroma

[ˈkrəʊ.mə] synonym mit Buntanteil, Farbgehalt (siehe Buntanteil).

chromatisch

Chromatisch bedeutet farbig.

CIE

Das CIE-Farbsystem [ˈsiːˈfarʀbsyːsteːm] wird oft auch als Normvalenzraum oder CIE-Normfarbtafel bezeichnet. Es umfasst alle wahrnehmbaren Farben eines hypothetischen Normalbeobachters in einer definierten Lichtsituation. Mit diesem System können Farben ohne Vergleichsmuster bestimmt werden. CIE ist die Abkürzung der Commission Internationale d´Eclairage, französisch für Internationale Beleuchtungskommission.

CIE LAB

CIELab [ˈsiː ləb ˈfarʀbsyːsteːm] ist eine Weiterentwicklung des CIE Systems für nichtselbstleuchtende Objekte (vgl. CIELuv zur Messung von Lichtfarben). Synonyme sind CIEL*a*b*, Lab-Farbraum, u.ä. Vor allem der empfindungsgemäße Abstand zwischen den Farben im System wurde für die menschliche Wahrnehmung optimiert. Im CIE Diagramm waren die roten, violetten und blauen Töne zu gestaucht und Grün überrepräsentiert.

CMF

Abkürzung für Colour Material Finish (dt. Farbe, Material und Oberflächenbeschaffenheit).

CMYK

Der CMYK Modus [ˈsiːˈemˈwaɪˈkeɪ] wird standardmäßig für den Vierfarbdruck verwendet. Die Abkürzung steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz). Sie sind die Grundfarben der subtrakitven Farbmischung (Körperfarben). Schwarz wird zugefügt, da die Bunttöne zusammen gedruckt kein richtiges Schwarz ergeben, welches für die Kontraste im Druckbild wesentlich ist.

 

 

Echtmuster

Als Echtmuster werden Material- und Farbproben bezeichnet. Damit kannst du dir einen besseren haptischen Eindruck machen und die Originalfarbigkeit besser abschätzen. Bedenke jedoch, dass Farben großflächig immer anders wirken, als auf einem kleinen Muster. Besonders bei natürlichen Materialien ist ein Echtmuster niemals identisch mit dem Endprodukt. Ein Baum gleicht nun mal keinem anderen, aber genau das ist es ja, was so charmant ist, oder?

Eigenhelligkeit

Synonym Lichtwert. Die Eigenhelligkeit, häufig auch Leuchtkraft genannt, jeder Farbe ist sehr unterschiedlich. So ist Gelb deutlich heller als Blauviolett, das heißt Gelb leuchtet mehr als Violett. Bei den reinen Farben ist Gelb am hellsten, gefolgt von Orange und Rot, das gleich hell ist als reines Grün. Blau und Violett sind deutlich dunkler. Werden die reinen Farben durch Zugabe von Weiß oder Schwarz abgeändert, verändert sich die Eigenhelligkeit. Amorphe Farbkörper (siehe Farbkörper) visualisieren die unterschiedlichen Eigenhelligkeiten unterschiedlicher Farben. So kann ein Ockergelb so dunkel sein als ein Cyanblau oder ein lichtes Zartblau so hell wie ein Pastellgelb.

erdige Farben

Wirken natürlich, wärmend bis warm und stabilisierend. Sie enthalten immer einen Grauanteil. Ursprünglich wurden erdige Farben aus natürlichen Pigmenten hergestellt. Heutzutage werden jedoch auch Farben auf Basis künstlicher Pigmente als erdig bezeichnet, wenn sie wie die aus Erdpigmenten gewonnenen Farben anmuten.

Eyecatcher

Die wörtliche englische Entsprechung des deutschen Blickfanges. Wird im Designbereich mittlerweile immer häufiger verwendet.

 

Farbdesign

Als Farbdesign beschreibt man die konzeptionelle Gestaltung mit Farbe. Farbdesigner arbeiten in allen Designbereichen (Designagenturen, Architekturbüros, Farbdesignstudios, Colour- und Trim-Studios, Werbeagenturen, bei Magazinen, im Fernsehen und am Theater, Design- oder Marketingabteilungen der Industrie, häufig in CMF-Abteilungen dh. Colour Material Finish-Abteilungen, sowie in der Zukunfts- und Trendforschung). Sie sind auf den professionellen Umgang mit Farbe spezialisiert und erstellen Farb-, Material- und Oberflächenkonzepte und kreieren Moods. Ich selbst entwickle hauptsächlich Innenraumgestaltungen, Farbkollektionen und Moodboards, arbeite als Farbtyp- und Stilberaterin, analysiere Design und forsche nach Farb- und Styletrends. Wenn es um das Zusammenspiel von Farben, Formen und Materialien geht, übernehme ich häufig auch in anderen Gestaltungsbereichen eine Beraterposition. So bin ich zwar nicht die beste Grafikdesignerin der Welt, aber ich gebe mein Wissen regelmäßig weiter, wenn es um die Gestaltung von Produkten, Logo- und Corporate Design-Entwicklung etc. geht. Bei größeren Interior Design Projekten arbeiten beispielsweise häufig auch Farbdesigner, Lichtdesigner und Innenarchitekten eng zusammen. Gute Gestalter haben eine Grundahnung von ihren Nachbardisziplinen und tauschen sich mit anderen Designern aus. Wenn du Farbdesign studieren willst, informiere dich an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fakultät für Gestaltung!

Färbemittel

In einer Flüssigkeit gelöste Farbstoffe.

Farbgehalt

Synonym mit Buntanteil, Chroma (siehe Buntanteil).

Farbharmonie

Farbkonzepte, Farbgestaltungen, Farbschemata, die harmonisch wirken.

Farbkonzept

Ein Farbkonzept beeinhaltet den bewussten Einsatz von Farbe. Dabei ist es nicht wesentlich, ob die Farben chromatisch oder achromatisch sind. Das heißt Farbkonzepte müssen nicht unbedingt bunt sein, um eindrucksvoll zu wirken. Manche Farbkonzepte sind so intuitiv verständlich, dass sie nicht einmal auffallen. Ein/e gute/r Farbkonzepter/in versteht es, die richtigen Farben für unterschiedliche Anlässe und Bedürfnisse zu kombinieren. Das können zeitlose Naturfarben, sanfte Pastellfarben, leuchtende Neonfarben, lebendige Buntfarben, Lichtfarben oder vergraute, dunkle Schattenfarben sein, Ton-in-Ton-Gestaltungen oder starke Kontraste aus Komplementärfarben oder klassisches Schwarz-Weiß.

Farbkörper

Zur Ordnung von Farben wurden unterschiedliche Farbkörper-Modelle entwickelt. Manche sind kugelförmig, andere kegelartig oder amorph aufgebaut (=unregelmäßig). Meist sind die  Farben angelehnt an die Spektralfarben ringförmig um eine achromatische Mittelachse angeordnet. Diese Mittelachse wird auch als Grauskala bezeichnet, deren Ende die Polaritäten Schwarz und Weiß bilden. Geometrische Farbkörper sollten schematisch aufgefasst werden. Unregelmäßige Formen eines Farbkörpers sind realitätsnäher, sie ergeben sich durch die Eigenhelligkeit jeder Farbe. So kragt beispielsweise der Gelbbereich weiter als der Blaubereich aus, da Gelb grundsätzlich heller wirkt. Außerdem gibt es nicht von jedem Farbbereich gleich viele für den Menschen wahrnehmbare Farben.

Farbkreis

Ein Farbkreis basiert meist auf den Grundfarben, die wie ein rundes Regenbogenband angeordnet sind. Der klassische Farbkreis (wahrscheinlich erinnerst du dich an Itten aus dem Kunstunterricht?) umfasst die Spektralfarben von Rot über Orange, Gelb, Grün, Blau bis Violett inklusive seiner Zwischenstufen. Orangerot ist die wärmste Farbe, Blaugrün die kälteste. Gelb ist die hellste Farbe des Farbkreises, Blauviolett die dunkelste. Detailliertere Farbkreise schließen jedoch auch Magenta mit ein, welches sich als Überlagerung von Rot und Violett ergibt (der des Anfangs und des Ende des Spektralbandes). Diese vermeintliche Kleinigkeit wirkt sich jedoch auf das Verständnis von Komplementärfarben aus. Farben, die einander im Farbkreis gegenüber liegen, werden als komplementär bezeichnet. So ist in diesem Fall Magenta die Komplementärfarbe zu Grün statt Rot und Grün, wie im klassischen Farbkreis. Obwohl ein Farbkreis Übergänge zwischen einzelnen Farben verdeutlichen kann, ist es dennoch nicht möglich, mit einem Farbkreis alle Farben darzustellen. Vielmehr ist ein Farbkreis als Gedankenstütze zu verstehen, ein Symbol für die Vielfalt der Farben. Er verdeutlicht die Beziehungen der Farben zueinander.

Farbpsychologie

Die Farbpsychologie beschäftigt sich mit der psychologischen Wirkung von Farben, das heißt wie Farben wahrgenommen werden. Die Farbwirkung wird u.a. von kulturellen, symbolischen, geografischen Faktoren und persönlichen Erfahrungswerten beeinflusst.

Farbschema

Als Farbschema wird häufig das Farbkonzept eines Raumes bezeichnet (siehe Farbkonzept).

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur beschreibt, ob eine Farbe als warm, neutral oder kühl empfunden wird.

Farbtheorie

Die Farbtheorie ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Interaktion (dem Zusammenspiel) von Farben. Sie beschäftigt sich mit den Reaktionen von Menschen auf Farben.

Farbtyp-Analyse/Farbtyp-Beratung

Die Farbtyp-Analyse beruht auf der Theorie, dass Menschen Farben am besten stehen, die ihrer natürlichen Pigmentierung (das heißt der Gesamterscheinung aufgrund ihrer Haut-, Haar-, Augen- und Lippenfarbe) in Helligkeit und Unterton entsprechen. Differenzierte Farbberatung unterscheidet warme, neutrale und kühle Farbtypen. Die meisten Farbberater arbeiten jedoch noch mit dem veralteten Warm-Kalt-Schema das lediglich Frühling-, Sommer-, Herbst- und Wintertypen, manchmal auch Sommer-Winter-Mischtypen und Frühling-Herbst Mischtypen unterscheidet. Es gibt neben vielen reinen Farbtypen aber sehr viele Menschen, die sowohl warmtonige als auch kalttonige Pigmente in sich vereinen. Manchmal ist auch der Gesamtunterton weder ausgeprägt warm noch kalt. Ich verstehe mich als ganzheitliche Farbtypberaterin, unterscheide 13 Farbtypen und halte es für wichtig, die Persönlichkeit, die Lebensumstände und die Farbvorlieben meiner Kunden in die Beratung einzubeziehen. Mehr dazu auf www.diefarbberaterin.eu

Farbverbindlichkeit

Damit Farbverbindlichkeit erreicht werden kann, ist es wichtig, Farben zu systematisieren und mit verbindlichen Farbcodes zu versehen. Das ermöglicht, dass du beispielsweise aus einem Farbsystem einen Farbcode per Telefon mit deiner Druckerei festlegst und du dann genau diese Farbe bei deinen Einladungskarten erwarten kannst. Tomatenrot ist keine verbindliche Farbbezeichnung, auch wenn es der Druckerei eine grobe Vorstellung gibt. Aber welche Tomatensorte meinst du? Und wie reif ist die Tomate? Unterschiedliche Farbsysteme verwenden unterschiedliche Farbcodes. Nicht alle Farbsysteme sind miteinander kompatibel. Es ist unter anderem nicht möglich, alle Farben zu drucken, die dein Bildschirm anzeigen kann. Der Druckerei bringt es nichts, wenn du ihnen beispielsweise einen leuchtend grünen RGB-Farbcode angibst, den die Druckmaschine nicht umsetzen kann. Wenn du mit der Adobe Creative Suite arbeitest, hilft dir das kleine Warndreieck dabei, das zu vermeiden.

Fashion

Der Begriff Fashion steht auch bei deutschsprachigen Designern für den Modebereich.

Fluoreszenz, fluoreszieren

Wenn etwas fluoreszierend ist, dann leuchtet es bei Bestrahlung mit Licht von selbst.

 

gebrochene Farben

Gebrochene Farben sind genau genommen Farben, die Anteile ihrer Komplementärfarbe enthalten und somit vergraut sind. Häufig bezeichnet man jedoch auch Farben, die mit Schwarz, Weiß oder Grau abgetönt wurden als gebrochene Farben, da auch diese Farben nicht rein sind.

Glanzgrad

Der Glanzgrad von Farben, Oberflächen und Materialien verändert deren Wirkung unter Umständen beachtlich. Gängige Glanzgradbezeichnungen: spiegelnd glänzend, hochglänzend, glänzend, seidenglänzend, seidenmatt, semi-matt/halb matt, matt und stumpfmatt/voll matt.

Graustufe

Die Graustufe bezeichnet die Helligkeit eines Graus. Der Tonwert einer bestimmten Farbe wird meist mit einem entsprechend hellen Grau der Graustufenskala verglichen.

 

Harmonie, harmonisch

Wir betrachten eine Gestaltung als harmonisch, wenn visuelle Ausgeglichenheit vorherrscht und ein stimmiger Gesamteindruck vermittelt wird.

harmonische Farben

Als harmonisch werden im allgemeinen Farben betrachtet, die etwas gemeinsam haben. Das kann der gleiche Weißanteil sein, die gleiche Leuchtkraft oder ähnliches. Auch Farben, die im Farbkreis nahe beieinander liegen, werden als harmonisch bezeichnet.

Hauptfarbe

Die dominierende Farbe eines Farbkonzeptes.

Head-to-Toe

Bedeutet nicht mehr als von Kopf bis Fuß.

Helligkeit

Die Helligkeit (engl. Lightness [ˈlaɪtnəs]) gibt den Weiß- bzw. Schwarzanteil einer Farbe an. Reines Weiß befindet sich an der Spitze der meisten Farbkörper, reines Schwarz im untersten Bereich. Manchmal wird die Helligkeit auch als Value oder Tone bezeichnet.

HLC

Der HLC-Farbraum [ˈhaˈelˈtse:] wird häufig auch als LCH-Farbraum bezeichnet. Jede Farbe wird in diesem System über die drei Parameter Buntton, Helligkeit und Sättigung beschrieben. Viele Farbhersteller geben neben den firmeneigenen Farbbezeichungen zusätzlich die HLC-Werte an.

Homeware

Auch deutschsprachige Designer verwenden den englischen Begriff Homeware für Accessoires im Wohnbereich.

 

Interior Design

Das Interior Design ist die englischsprachige Entsprechung für Innenraumgestaltung. Beide Begriffe werden synonym verwendet. Bei größeren Interior Design Projekten arbeiten Farbdesigner, Lichtdesigner und Innenarchitekten häufig eng zusammen. Gute Gestalter haben eine Grundahnung von ihren Nachbardisziplinen und tauschen sich mit anderen Designern aus. Ich habe mich als Designerin auf die Gestaltung von Räumen spezialisiert. Mehr Info auf meiner Homepage www.diefarbberaterin.eu in den Kategorien Interior Design und Homestaging.

intensive Farben

Als intensiv werden Farben bezeichnet, die stark gesättigt sind. Sie haben eine hohe Brillanz.

Interaktion von Farben

Wie Farben untereinander agieren, das bedeutet, wie Farben wirken, wenn sie miteinander kombiniert werden.

 

 

Komplementärfarben

Als komplementär werden Farben bezeichnet, die sich im Farbkreis gegenüber stehen. Ihre Mischung ergibt praktisch meist ein schlammiges Graubraun. Es ist wichtig zu beachten, dass unterschiedliche Farbkreise auf unterschiedlichen Grundfarben basieren. Der klassische Farbkreis umschließt die Gegenfarbenpaare Rot-Grün, Orange-Blau und Gelb-Violett. Der erweiterte klassische Farbkreis umfasst auch die Sekundärfarben Rotorange (die wärmste aller Farben), Gelborange, Gelbgrün, Blaugrün (die kälteste aller Farben), Blauviolett und Rotviolett. Professionelle Farbgestalter verwenden meist Farbkreise, die auch Magenta inkludieren. (siehe Farbkreis). Dadurch ergeben sich teilweise andere Komplementärfarben. Rot und Blaugrün, Orange und Cyanblau, Gelb-Orange und Blau-Violett, Gelb und Violett, Gelb-Grün und Rot-Violett, Grün und Magenta (statt Grün und Rot!). Wie der Name andeutet, komplementieren dh. ergänzen sich diese Farben gut. Reine Komplementärkontraste wirken jedoch bestenfalls lebendig, häufig allerdings billig und trivial. Schon einmal darüber nachgedacht, weshalb so viele Discounter ungebrochene Komplementärfarben einsetzen? Subtiler und angenehmer wird der Einsatz von Komplementärfarben, wenn sie unterschiedlich gewichtet werden. Statt ein intensives Orange mit genauso leuchtendem Blau zu kombinieren, ergibt ein sanftes Graublau mit orangen Akzenten oft ein stimmigeres Gesamtbild. Apricot (Orange mit Weiß abgetönt) wirkt mit cyanblauen Akzenten weniger lieblich und dafür beispielsweise frischer und sportlicher.

Komplementär-Harmonie

Ein Farbkonzept, das auf Komplementärkontrasten beruht.

Kontrast

Der erkennbare Unterschied zwischen zwei oder mehr Farben.

kühle Farben

Farben mit Blauanteil. Blaugrün ist die kälteste Farbe des Farbkreises. Auch die meisten Gelbgrün-, Blaugrün-, Blau-, Blauviolett -und Violetttöne werden als kühl empfunden. Es gibt jedoch auch kühles Weiß, Gelb, Rot, Rosa, Grau, Schwarz, Braun und Metallictöne.

Kunstlicht

Von einer künstlichen Lichtquelle wie einer Glühlampe oder Leuchtstoffröhre abgestrahltes Licht. Auch das Licht eines Monitors oder Displays ist Kunstlicht.

 

Lampe

Als Lampe bezeichnet man das Leuchtmittel.

Lasur

Eine Technik,bei der transparente Farben aufgetragen werden. Die ursprüngliche Textur bleibt dabei teilweise sichtbar.

LCH

siehe HLC

Leuchte

Eine Leuchte ist die Einheit von Leuchtmittel und Leuchtenschirm (umgangssprachlich Lampenschirm).

leuchtende Farben

Farben mit hohem Farbanteil und gleichzeitig geringer Trübung.

Leuchtkraft

Unterschiedlichen Farben ist empfindungsgemäß eine unterschiedliche Leuchtkraft inne. Gelb wirkt beispielsweise so, als leuchte es mehr als Violett.

Lichtdesign / Lighting Design

Lichtdesigner sind auf die Gestaltung mit Licht spezialisiert. Sie sind Experten darin, mit Licht Stimmung zu erzeugen. Bei größeren Interior Design Projekten arbeiten Farbdesigner, Lichtdesigner und Innenarchitekten häufig eng zusammen. Gute Gestalter haben eine Grundahnung von ihren Nachbardisziplinen und tauschen sich mit anderen Designern aus.

Lichtwert

siehe Eigenhelligkeit

Look

Das Gesamterscheinungsbild einer Gestaltung, die Anmutung eines Outfits.

 

Megatrend

Megatrends fassen längerfristige weitreichende gesellschaftliche und technologische Veränderungen zusammen. Ein Megatrend ist ein Trend in großem Maßstab.

Mittelgrau

Ein Grau, das gleich viel Schwarz wie Weiß enthält.

monochrom

(griech. monos = einzig, chroma = Farbe). Synonym mit Ton in Ton. Als monochrom werden Gestaltungen bezeichnet, die eine Farbe in verschiedenen Helligkeitsstufen einsetzen zB Weiß mit Grau und Schwarz.

Mood

Synonym verwendet für Stimmung, Anmutung, Atmosphäre.

Moodboard

(engl. Stimmungstafel) Ein Moodboard vermittelt die Stimmung zu einem bestimmten Thema. Digitale Moodboards können schnell und leicht erstellt werden. Für ein erstes Grundgefühl sind sie im Designbereich hilfreich. Jedoch geht das haptische Erlebnis verloren. Für Farbverbindlichkeit empfehlen sich Echtmuster.

 

natürliche Farben

Farben,die aus natürlichen Pigmenten (aus Pflanzen, Tieren oder Mineralien gewonnen werden). Umgangssprachlich versteht man unter natürlichen Farben häufig leicht vergraute Töne und gemilderter Sättigung.

NCS  Natural Colour System

NCS [ˈnˈtseˈɛs] steht für Natural Colour System. Es beruht auf der menschlichen Wahrnehmung. Dieses Farbsystem ist darauf ausgelegt, visuell gleichabständig zu sein, da wir in manchen Farbbereichen empfindlicher reagieren und mehr Farben unterscheiden können, als in anderen. Jede Farbe im System wird durch die Ähnlichkeit mit den elementaren Farbempfindungen Gelb (Y), Rot (R), Blau (B), Grün (G), Schwarz (S) und Weiß (W) beschrieben. Der Farbcode S 1050 – Y 90 R beschreibt beispielsweise ein helles mittelgesättigtes Rot mit wenig Gelbanteil. S beschreibt einen der 1.950 Standardtöne. Die ersten beiden Nummern beschreiben den Schwarzanteil (im Beispiel 10%). Die zweite Zahl den Bunttongehalt. Zusammen ergeben diese die Farbnuance. Der dritte Farbwert gibt in diesem Beispiel an, wie nah die Farbe Gelb und Rot ist. In diesem Fall liegt der Wert bei 90%, also fast reines Rot. Wäre der Wert bei 10%, hätten wir es mit einem nur sehr leicht rötlichen Gelb zu tun. Der Farbcode S 1050 – R würde ein gleich helles, gleich gesättigtes jedoch reines Rot beschreiben. Die Grauachse wird mit N beschrieben. Der Farbcode NCS S 5000-N steht für ein mittleres neutrales Grau. Das NCS-System eignet sich für professionelle Farbkommunikation. Wie das RAL Design System ist es ein Hersteller unabhängiges Farbordnungssystem. Sein großer Vorteil ist seine für Designer attraktive Farbpalette. Besonders der Pastellbereich ist besser vertreten als im RAL Design System. Im deutschsprachigen Raum hat es sich jedoch bisher weniger durchgesetzt, da die NCS Farben nicht unbedingt bei allen Produkten umgesetzt werden können. Dennoch arbeite ich sehr häufig mit diesem Farbsystem.

Nebenfarbe

Die Begleitfarbe eines Farbkonzeptes, die sich der Hauptfarbe unterordnet.

neutrale Farben

Streng genommen nur die achromatischen Farben Weiß, Grau und Schwarz. Allgemein werden darunter auch zurückhaltende Töne wie Offwhite, Beige, Greige (gräuliches Beige), Taupe (Graubraun) verstanden. Viele Farbtypberater bezeichnen mit neutralen Farben auch Töne, deren Gelb- und Blauanteil ausgeglichen erscheint. Aus dieser Sichtweise gibt es in jeder Farbfamilie auch neutrale Farben.

Nuance

Synonym für Abschattierung, Abstufung, Abtönung, Schattierung, Tönung. Bezeichnet die Feinabstufung einer Farbe.

 

opak

Opake Materialien sind undurchsichtig, sie lassen das Licht nicht durch.

 

Pastellfarben

Sanfte Farben mit hohem Weißanteil. Pastellfarben müssen nicht immer hell sein, auch wenn die meisten Menschen darunter nur helle Farben verstehen. Ein Sorbetrot gehört genau genommen aber auch zur Gruppe der Pastellfarben. Wenn Farben mit Weiß abgetönt werden, verschiebt sich ihr Farbeindruck häufig zum etwas Kühleren.

Primärfarbe

Grundfarben, die nicht durch Mischung aus anderen Farben erzeugt werden können. Die Primärfarben der additiven Farbmischung (Lichtfarben) sind Rot, Grün und Blau. Die Primärfarben der subtraktiven Farbmischung (Pigmentfarben) sind Magenta (Rot), Gelb, und Cyan (Blau).

Proportion

Das Verhältnis der einzelnen Elemente einer Gestaltung, eines Designs oder eines Raumes zueinander oder zum Ganzen.

 

 

RAL Farben

Die RAL GmbH [ʀaːl] (ursprüngliche Abkürzung:  Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen) ist ein gemeinnütziges Unternehmen. Sie ist ein Tochterunternehmen des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Der Geschäftsbereich RAL Farben erstellt herstellerunabhängige Farbordnungssysteme. RAL Farben dienen der verbindlichen Kommunikation von Farben.

RAL Classic

RAL Classic [ʀaːl ˈklasɪk] ist wohl die bekannteste Farbsammlung im deutsschsprachigen Raum. Die derzeit 213 Farben entsprechen Anforderungen der Industrie und wichtiger Institutionen. Diese Farbauswahl ist der unangefochtene Standard im Bereich der Architektur und Produktentwicklung. Viele Hersteller bieten Produkte in RAL Classictönen an. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dein Fensterrahmen oder die Türzarge einer der Farben im RAL Classic Fächer entsprechen.

RAL Design System

Dem RAL Design System [ʀaːl dɪˈzaɪn] liegt ein farbmetrisch gleichabständiger 39-teiliger Farbkreis zugrunde. Derzeit umfasst das System 1.625 Farben, es können jedoch auch Zwischentöne angegeben werden. Die ursprüngliche Fassung beruhte auf dem CIELab-Farbraum. Mittlerweile wurde das System jedoch mehrmals überarbeitet. Zur verbindlichen Farbbeschreibung wurde jedoch der Farbcode HHH-LL-CC beibehalten, der jede Farbe nach Buntton (Hue), Helligkeit (Lightness) und Bunttongehalt (Chroma) einteilt. Dieses Farbordnungssystem gibt die Bunttöne (Hue) in Gradzahlen in Zehnerschritten an. Der Farbkreis startet bei 10 Grad mit einem bläulichen Rot und endet mit 360 Grad bei Rotviolett. Gegen den Uhrzeigersinn angeordnet liegt dazwischen Gelb bei 90 Grad, Grün bei 180 Grad und Blau bei 270 Grad. Es wurden zusätzlich Farbstufen bei 75 (Rotorange), 85 (Gelborange) und 95 (Grüngelb) Grad aufgenommen, da diesen Tönen unter anderem im Bereich der Architektur eine besondere Bedeutung zukommt. So wird die Gradzahl 0 der neutralen Grauachse (die unbunten Farben) zugeordnet. Wobei die beiden Pole absolutes Schwarz = 0 und absolutes Weiß = 100 als theoretische Stellvertreter aufzufassen sind. Aus praktischen Gründen können nur Farben zwischen dem Helligkeitswert 92 und 20 realisiert werden, da Farben mit Werten darunter und darüber nicht unterschieden oder produziert werden können. Der letzte Wert gibt den Bunttongehalt an, also wie viel Farbanteil in einer Farbe ist. Die Farbabstände des Systems basieren hier auf mathematisch korrekten Berechnungen. Das RAL Design System eignet sich für anspruchsvolle Farbgestaltungen. Professionelle Farbgestalter arbeiten vor allem im deutschsprachigen Raum damit, wenn es wichtig ist, herstellerunabhängige Farbangaben zu machen. Ich arbeite gerne mit diesem übersichtlichen System. Im hellen Pastellbereich und bei Weißtönen mangelt es allerdings etwas an differenzierter Auswahlmöglichkeit, da muss ich manchmal doch auf andere Systeme oder Herstellerfarbangaben zurückgreifen.

reflektiertes Licht

Von einer Oberfläche zurückgeworfenes Licht.

reine Farben

Als reine Farben werden Farben ohne Beimischung von Schwarz, Grau, Weiß oder ihrer Komplementärfarbe bezeichnet. Sie werden häufig auch Vollfarben genannt.

RGB

Die Abkürzung steht für Rot, Grün und Blau. Dies sind die Grundfarben der additiven Farbmischung (Lichtfarben). Der RGB Modus [ˈerˈgeˈbeː] wird für selbstleuchtende Systeme wie Monitore und Displays genutzt. Der RGB Farbraum ist wesentlich größer als der CMYK Farbraum. Das bedeutet, dass viele Farben, die am Bildschirm angezeigt werden können, nicht druckbar sind.

 

Sättigung

Gesättigte Farben weisen einen hohen Buntanteil auf. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden gesättigte Farben häufig mit reinen Farben gleichgesetzt. Ein Olivton kann jedoch auch gesättigt sein, obwohl in ihm neben hohem Buntanteil auch ein Grauanteil enthalten ist.

Sekundärfarbe

Sekundärfarben entstehen durch visuell gleichanteilige Mischung von Primärfarben. Die Sekundärfarben der additiven Farbmischung (Lichtfarben) sind Gelb, Magenta und Cyan. Die Primärfarben der subtraktiven Farbmischung (Pigmentfarben) sind Rot, Grün und Blau.

Struktur

Als Struktur bezeichnet man den Aufbau von Materialien oder auch eine gewisse Ordnung. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Struktur und Textur häufig synonym verwendet.

Symmetrie

Spiegelbildliche Anordnung unterschiedlicher Gestaltungselemente.

 

Tertiärfarbe

Farbe, die durch visuelles Gleichgewicht der Mischung einer Primärfarbe mit ihrer nebenliegenden Sekundärfarbe wahrgenommen wird.

Textur

Die ertastbare Beschaffenheit einer Oberfläche wird als Textur bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Textur und Struktur häufig synonym verwendet.

Ton

Der Ton beschreibt die Abstufung der Farbhelligkeit.

Ton in Ton

Synonym mit monochrom, auch ton sur ton oder tonig genannt. Wenn eine einzige Farbnuance (zB alles in einem Hellblau) oder eine Farbe in verschiedenen Helligkeitsstufen kombiniert wird (zB Hellblau mit dunkleren Blautönen).

Tonwert

Der Tonwert beschreibt die Helligkeit oder Dunkelheit eines Farbtons.

transluzent

Transluzente Materialien sind durchscheinend, sie lassen das Licht teilweise durch.

transparent

Transparente Materialien sind durchsichtig, sie lassen das Licht vollständig durch.

Trend

Der aus dem Englischen kommende Begriff Trend kann wörtlich als Tendenz, Verlauf oder allgemeine Entwicklungsrichtung übersetzt werden. Das Verb to trend bedeutet in etwa so viel wie tendieren, sich neigen, streben. Die ursprüngliche Definition des Wortes Trend beschreibt längerfristige gesellschaftliche Entwicklungen, die über Zeitgeistströmungen hinaus gehen. Trends fassen in diesem Sinne Entwicklungen zusammen, die Belange des größten Teils einer Gesellschaft direkt oder indirekt berühren. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist jedoch die neuere Trenddefinition geläufiger. Es wird hier von einer kurzfristigen, bis mittelfristigen Bedeutung ausgegangen und nicht unbedingt erwartet, dass diese Trends alle Teile der Gesellschaft beeinflussen. Wenn etwas als trendy bezeichnet wird, kann fast immer von der neuen Wortdefinition ausgegangen werden.

Trendfarben

Trendfarben sind vereinfacht gesprochen Farben,die im Trend liegen (im Sinne von trendy). Häufig sind Trendfarben ein deutliches visuelles Ausdrucksmittel gesellschaftlicher Tendenzen. Ein Beispiel dafür ist die derzeitige hohe Beliebtheit natürlicher, das heißt leicht vergrauter, wenig leuchtender Farben aus dem Bereich von Grün, Beige, Braun und Grau. Mit Trendfarben möchte man in der Regel Aktualität, Modebewusstsein oder die Zugehörigkeit zu einer gewissen Gruppe ausdrücken bzw. diese ansprechen. Nicht zu unterschätzen sollte der Einfluss der Industrie auf Trendfarbensteuerung sein. Es ist sehr leicht, das als negativ zu werten. Dabei vergessen wir, dass wir Menschen ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach Neuem haben. Selbstverständlich werden wir auch bezüglich unseren Farbvorlieben von den Medien beeinflusst. Nicht immer ist ein natürlich verpacktes Produkt wirklich gesund oder umweltverträglich. Farbe ist mächtig. Sie zielt direkt auf unser Unterbewusstes. Das kann positiv eingesetzt, jedoch auch ausgenützt werden. Vorsicht also vor Greenwashing. Der Menschheit kann allgemein eine gewisse Neugier, jedoch auch Skepsis vor zu vielen und raschen Neuerungen nachgesagt werden. So werden Trendfarben meist in Farbkollektionen mit bewährten Standardfarben eingebunden, um eine höhere Akzeptanz zu erhalten bzw. einen Realitätsbezug herzustellen. Wir können nicht alle immer alles in Trendfarben neu gestalten. Aber es ist dir bestimmt auch schon einmal so gegangen, dass dich eine gewisse Farbe kaum interessiert hat und einige Jahre später kaufst du plötzlich vermehrt Dinge in bestimmten Tönen, weil sie plötzlich modern und überall erhältlich sind. Und du hast die größte Freude damit. Davor sind auch Farbexperten nicht gefeit (mir geht es zum Beispiel mit Roségold so), aber meist wissen sie zumindest, wie die plötzliche Affinität zu erklären ist. Im besten Fall können Farbberater abwägen, ob es sinnvoll ist, der aktuellen Lust nachzugeben, oder ob klassische Farben die bessere Wahl sind.

Trendforschung

Die Trendforschung gliedert sich grob in die Bereiche Trendbeobachtung und Vorhersage von Trends (Trendprognose). Trendforscher bauen für ihre Prognosen auf fundiertes Wissen über die Zyklen vergangener Epochen, gesellschaftlicher, geografischer, politischer, kultureller und technologischer Entwicklungen sowie steter Beobachtung der gegenwärtigen Phänomene auf. Trendforscher arbeiten häufig in Trend Research Agenturen als Trendberater für die Industrie.

 

Unifarbe

Unter einer unifarbenen Fläche versteht man ein großflächiges gestalterisches Element, das nur eine Farbe aufweist.

Unis

Ist eine Abkürkung für Unifarben.

 

verhüllte Farben

Verhüllte Farben sind meist durch Zugabe von Schwarz getrübte Farben. Sie wirken im Gegensatz zu Vollfarben in ihrer Strahlkraft gebrochen. Für die Innenraumgestaltung haben sich verhüllte Farben besonders bewährt. Bei den meisten Farbsystemmodellen liegen verhüllte Farben in der Nähe der Grauachse.

verwandte Farben

Der umgangssprachliche Ausdruck für analoge Farben, also Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen.

Visual Merchandising

Visual Merchandiser werden häufig auch als Dekorateure bezeichnet. Ihre Aufgabe ist es in Geschäften Produkte ansehnlich, und somit zum Kauf einladend, zu drappieren, platzieren, kombinieren. Entgegen der Vorstellung der meisten, umfasst dieses Berufsfeld jedoch weit mehr als das reine Dekorieren. Visual Merchandiser sind häufig auch für die Pflege und den Auf- und Abbau der Ausstellungsflächen verantwortlich. Hohe körperliche Belastbarkeit und handwerkliches Geschick (Möbel aufbauen, Wände streichen, Lampen anschließen, Spots reparieren, etc.) wird von den meisten Auftraggebern vorausgesetzt.

Vollfarben

Als Vollfarben werden reine Farben in höchster Sättigung ohne Beimischung von Schwarz oder Weiß bezeichnet. Sie befinden sich in den meisten Farbkörpermodellen im äußersten Bereich.

 

 

 

 

Zukunfstforschung

Siehe Trendforschung

Zwischenton

Eine Farbton, der zwischen zwei Primärfarben, Sekundärfarben etc. liegt.

 

Literaturempfehlung:

Ambrose, Gavin; Harris, Paul: Farbe, Stiebner, Grünwald 2006
Gekeler, Hans: Handbuch der Farbe: Systematik, Ästhetik, Praxis, DuMont, Köln, 2007
Institute International Trendscouting der HAWK Hildesheim: GESTALTEN 12colorcontext, Zukunft, Frühwerk Verlag, Hildesheim, 2012
Itten, Johannes:  Kunst der Farbe, Studienausgabe, Ravensburger Buchverlag Otto Maier, Ravensburg, 1987
O.V.: Colour hunting, How Colour Influences What We Buy, Make and Feel, Frame Publishers, Amsterdam, 2011
Silvestrini, Narciso; Fischer, Ernst Peter: Farbsysteme in Kunst und Wissenschaft, DuMont, Köln 2003
Triedman, Karen: Colour, The professional´s Guide, Understanding, appreciating and mastering colour in art and design, Ilex, London, 2015
Wick, Kurt; Wick, Rainer, Form und Farbe, Lehr- und Arbeitsbuch für angewandtes Gestalten, Ferd. Dümmlers Verlag, Bonn; 1987
Zwick, Carola ; Schmitz, Burkhard: Farbe digital, Rowolt, Reinbek bei Hamburg, 2004

Farbdesign studieren an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (Nähe Hannover), Deutschland:

www.hawk-hhg.de/gestaltung/102664.php

Essenziell für professionelle herstellerunabhängige Farbangaben:

www.ncscolour.com/de
www.ral-farben.de

Mehr über die Farbberaterin sowie zu meinen Serviceleistungen:

www.diefarbberaterin.eu

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